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Die Bubble Phase beim Poker Turnier

Die Bubble Phase beim Poker Turnier

Die Bubble (Blase, Gasblase) bezeichnet in einem Turnier oder SNG den Platz, den nur solche Spieler innehaben wollen, denen es genügt, dabei gewesen zu sein – ganz im Sinne des olympischen Gedankens. Für alle anderen Spieler ist die Bubble der zweitschlimmste Platz, auf dem man ausscheiden kann, übertroffen nur vom letzten Platz, den derjenige bekommt,  der als erster rausfliegt.

In einem 10er SNG ist die Rechnung ganz leicht: Die ersten drei Plätze werden ausbezahlt, alle anderen nicht. Wenn dann nur noch vier Spieler übrig sind, ändert sich in den meisten Fällen die Tischdynamik: die übrig gebliebenen Spieler agieren tighter, Vorsicht macht die Runde und die Disziplin verlangt mehr folds. Der nächste, der ausscheidet macht den Weg frei für die letzten drei Spieler, die ins Geld zu kommen. Wenn der vierte Spieler ausscheidet, ist die Blase geplatzt.

Es versteht sich von selbst, dass dieser Platz kein erstrebenswertes Ziel ist. Wie kann man also vermeiden, als Bubbleboy oder –girl vom Tisch zu fliegen? Keine Fehler machen ist schon mal ein guter Rat, den man häufig findet.

Der zweite Rat betrifft die Höhe des eigenen Chipstacks. Wer Chipleader ist, kann den Tisch kontrollieren und wird so schnell nicht Gefahr laufen, auch bei aggressivem Spiel sein Turnier zu riskieren.

Anders der Shortstack am Tisch. Ihm geht es ums blanke Überleben. Sein Ziel ist es, die Bubble-Phase in jedem Fall zu überstehen. Egal wie. Deshalb sieht man die Shortstacks häufig folden, bis sie irgendwann All-In gehen (müssen). Dabei spielen sie vorwiegend ihre Karten und achten nicht auf Gegner und Position. Natürlich ist es einfach, auf Asse oder  Könige zu warten und dann die restlichen Chips in die Mitte zu schieben, aber das passiert so selten, dass die Warterei nicht lohnt, viel zu oft wird man einfach nur ausgeblindet.

Wenn man über einen Stack von mittlerer Höhe verfügt, ist geduldiges Spiel und das genaue Beobachten der Gegner hilfreich. Wenn man sich entschließt, eine Hand zu spielen, sollte es gegen denjenigen Spieler am Tisch sein, deren Chipstack in etwa die gleiche Höhe hat wie der eigene. Legt man sich mit dem Chipleader an, ist man raus, wenn die eigene Hand geschlagen wird. Fordert man den Shortstack heraus, ist die Gefahr eines All-In  immer gegeben und man verliert die Hälfte seiner Chips, wenn man verliert. Nur gegen Gegner mit gleich hohem Chipstapel ist das Risiko etwa gleich verteilt.

Erst wenn die Bubble geplatzt und der Viertplazierte gefunden ist, kann man all sein Können ins Endspiel legen. Das macht in der Regel auch wesentlich mehr Spaß als die Bubblephase.