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Poker Strategie: Falle stellen (Trap)

Poker Strategie: Falle stellen (Trap)

Darum ist Poker Denksport und jeder kann lernen eine Falle zu stellen (Trap) und sein Spiel verbessern! Eine gute Poker Strategie ist  wer mit AK suited preflop raist und den König trifft, wird nicht lange überlegen, wie er die Hand weiterspielen soll, sondern seinen Einsatz bringen und schauen, ob jemand mitgeht. Ähnlich verhält es sich mit einem hohen Pocket-Paar und vielleicht auch noch mit AQ. Aber nur selten sind die Augenblicke, in denen man derart einfach sein Spiel gestalten kann.

Viel öfter paart sich die Bereitschaft, die eigenen Chips einzusetzen mit jener Art wilder Raterei, die manchmal, an den guten Tagen, zum Gewinn des einen oder andren Pots führt. Allerdings verbirgt sich hinter diesen Startkarten, den kleinen Assen (Ax), den suited connectors und den mittleren Paaren viel Potenzial. Aber erst mal muss man treffen. Und wenn man getroffen hat, wird’s auch nicht leichter, weil es dann plötzlich so viel mehr gibt, das bedacht werden muss. Und die Zeit, die einem fürs Nachdenken und Entscheiden zur Verfügung steht, rast davon, online sowie live, und man wird verbal oder, schlimmer noch, mit einem schrillen Klingelton, der aus den Lautsprechern des PC’s dröhnt, aufgefordert, die Wette zu halten, zu erhöhen oder zu passen.
Dann heißt es schnell entscheiden und am Besten richtig entscheiden. Schließlich will man eine angemessen Auszahlung für das sehr gute Blatt, das man gerade hält. Wenn man aber zu lange zögert, Unsicherheit vermittelt, kommen einem die Gegner dahinter, und dann wird reihum gefoldet, was das Zeug hält und dann ist die Runde rum und die nächste Runde startet, mit neuen Karten und weniger Ausschichten auf Erfolg.

So einfach es sich in der Fachliteratur liest, so schwer scheint die Umsetzung. Hohe Pocket-Pairs bedeuten nicht gleichzeitig den Gewinn des wachsenden Pots. Im Gegenteil, je länger eine Runde dauert, umso mehr verlieren QQ und Kollegen an Kraft und Durchsetzungsvermögen.

Es gibt preflop keine stärkere Hand als AA. Nach dem Flop sieht das allerdings schon ganz anders aus. Wer es preflop versäumt, seine Ansprüche auf den Pot mit aller Entschiedenheit deutlich zu machen, kann sich danach in einer Situation wiederfinden, die nicht nur die Anfangsbet oder den preflopcall, sondern gleich noch den einen oder anderen Einsatz mehr in den folgenden Runden kosten wird. Es ist eine Kunst, mit zwei Assen auf der Hand langsam zu spielen. Was es dazu braucht, ist ein bisschen Leidenschaft und viel Übung.

Im Grunde gibt es auch nur eine Konstellation in der es sich anbietet, AA langsam zu spielen: im Heads-up. Und selbst in dieser Situation ist das Risiko, baden zu gehen, allgegenwärtig. Wer eine Falle stellen (Trap) will, sollte sich immer fragen, wie viel mehr an gegnerischen Einsätzen noch in den Pot wandern wird und mit welcher Hand dahinter. Denn alle, die bezahlen, haben ja irgend etwas auf der Hand, und sei es erst mal nur ein Draw.

Eine Falle (Trap) lässt sich leichter aus später Position aufbauen, wenn schon alle anderen ihre Entscheidungen getroffen haben. Aber es gibt zum Glück immer mal wieder Spieler, die meinen, mit QQ dem ganzen Tisch eine Falle (Trap) stellen zu müssen. Dann wird erst mal nur gecallt, bis der Flop daliegt. Und der ist eben nicht immer harmlos. Und wenn das Board drei miteinander verbundene Karten von der gleichen Farbe aufweist, dann ist es plötzlich ganz schwer, auch weiterhin an das Gewinnpotenzial seiner Damen zu glauben.