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Vom Einschätzen der Gegner beim Poker

Vom Einschätzen der Gegner beim Poker

Gegner einzuschätzen beim Poker gehört zu den Routineaufgaben, wenn man sich in eine Pokerrunde eingekauft hat. Wer genug Erfahrung hat und schon das eine oder andere Jahr als aktiver Spieler rumgebracht hat, macht das fast automatisch.

Anfangs erfordert es eine hohe Konzentration, aber irgendwann geht es fast wie von selbst: Man beobachtet und bildet sich ein Urteil, das in den meisten Fällen richtig ist. Ausnahmen gibt es immer mal wieder. Aber auch die werden mit der Zeit immer weniger.

Das Einschätzen der Gegner am Poker Tisch ist ein wichtiger Aspekt für ein profitables Spiel. Das heißt nicht, das man immer gewinnt, wenn man eine gute und möglichst genaue Bobachtung betreibt und daraus auch die richtigen Schlüsse zieht. Ein Spieler, den man zurecht als Anfänger einordnet, kann trotzdem den ganzen Abend über immer wieder die Gewinnerkarte umdrehen.

Aber das kommt eher selten vor. Eine gute Einschätzung führt meistens zu den gewünschten Ergebnissen.
Online, und um das Einschätzen der Gegner im Online-Poker-Bereich geht es hier, macht es Sinn, noch bevor man das erste Mal die Blinds bezahlt, zu überprüfen, welcher Spieler am Tisch noch an anderen Tischen sitzt. Es scheint, als hätte es sich in der letzten Zeit eingebürgert, dass Multitabler immer mit dem maximal möglichen Buy-In an einem Online-Cash-Game teilnehmen. Findet man am Tisch seiner Wahl nur Multitabler – was immer wieder vorkommt – muss man entscheiden, ob man bereit ist, eine in den meisten Fällen ausgesprochen tighte Sitzung zu spielen.

Wenn die Blinds dann einmal rum gegangen sind, kann man dem Spieler zur linken mal auf den Zahn fühlen und sehen, zu welcher Sorte der gehört, wenn man den Button hat und raist. Ist das einer, der seine Blinds verteidigt, was zu einem eher aggressiven Spieler passt, oder gibt er sie gern kampflos auf, wenn er nichts auf der Hand hat, was ihn zu einem eher vorsichtigen und tighten Spieler macht.

Online lassen sich auch immer wieder Spieler finden, die in jeder zweiten Hand mit dabei sind. Irgendwie sind sie immer auf der Suche nach Action und schaffen es gerade so, ihren Chipsstack vor dauerhaften Verlusten zu bewahren.
Ein solcher Spieler kann ja nicht immer was auf der Hand haben. Und sollte der Moment kommen, da man ein gutes Blatt mit Showdown-Value ausgeteilt bekommt, kann man diesen Spieler mit ein bisschen Glück ausspielen. Meistens spielen sie nicht mehr als einen oder zwei Tische, und sind gern bereit, ein höheres, manchmal wesentlich höheres Risiko einzugehen als die harten Multitabler, die 10 oder mehr Tische zur gleichen Zeit offen haben.
Vorsicht aber vor den Vielspielern, deren Chipsstack kontinuierlich wächst: Das sind entweder sehr erfahrene Spieler oder solche, die einen Lauf haben.

Das Einschätzen der Gegner beim Poker zahlt sich auf lange Sicht immer aus. Letzten Endes hilft es auch dabei, Entscheidungen zu treffen, die über den Wert der eigenen Startkarten hinaus gehen.